Was hängen bleibt #8

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Tomás Saraceno, ‚In Orbit‘, Kunstsammlung NRW, K21, Düsseldorf

 

2013/14/15

 

Etwas Überwindung gehört schon dazu. In über 25 Meter Höhe, gespannt über die Piazza des Ständehauses, präsentiert sich die begehbare Rauminstallation von Tomás Saraceno. ‚In Orbit‘ heisst sie, und damit wird auch schon klar, wie weit entfernt von den sicheren und bekannten Grundfesten der Erde  man sich als Mensch schon in dieser Höhe fühlt.

Wenn man vom Boden aus herauf schaut, dann ’schweben‘ da die Besucher in den Sphären der verschiedenen Ebenen einer filigranen Netzstruktur. Sie laufen quasi in der Luft, klettern das Netz herauf und herab, liegen dort entspannt, den Blick gen Himmel oder mutig zum Boden gerichtet. Wir sind keine Spinnentiere, aber hier werden wir dazu, weil wir es für einen Moment sein wollen. Das nötigt Respekt ab vor der Leistung dieser tierischen Baumeister. Fragilität, Stabilität, Schutzraum, Falle. Hier oben wird man zurückgeworfen auf einfache Erfahrungen von Angst, Lust, Abhängigkeit, Schutz und jede Bewegung wird zu einem Spiel von Gruppendynamik und Individualität.

Glücklicherweise ist ‚In Orbit‘ seit 2013 immer wieder verlängert worden. Jetzt bis voraussichtlich Juni 2016. Also noch viel Zeit einmal eine Spinne im Weltall zu sein.

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