Was hängen bleibt #4

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Dan Flavin, ‚Untitled (For Ksenija), 1994‘ Lenbachhaus Kunstbau, München

2014

Zwischen Straßendecke und U-Bahnschacht liegt die Dunkelheit. Zwischen den Verkehrsadern der Stadt absolute Ruhe. Der Kunstbau des Lenbachhauses wird in dieser Leerstelle zwischen den Welten zu einem Andachtsraum, einer Kapelle der Kunst und gegen den Lärm, die Geschwindigkeit, den alltäglichen Trubel.

Dan Flavin erfüllt diesen Raum durch ‚Untitled (For Ksenija)‘ mit der simplen Kraft des Lichts im Spiel der vier Leuchtstoffröhrenstränge, den Farben Grün, Blau, Gelb und Rot, den Wänden, den Betrachtern und deren Schatten. Die ortsspezifische Arbeit – entstanden zur Eröffnung des Kunstbaus 1994 – fordert Gelassenheit, Konzentration, Entspannung und sie fordert den Besucher auf, sich selbst in den Farbverläufen und -mischungen am Boden und an den Wänden zu verlieren.

Licht, Raum und Mensch gehen in diesem besonderen Ambiente eine tatsächlich wunderbare Verbindung ein, die die vermutete Kühle des extrem ‚technischen‘ Neonlichts in einem leeren Saal in ihr Gegenteil verkehrt.

Kraft, Licht, Kunst, Raum. Eine beeindruckende Symbiose in einem beeindruckenden Raum.

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