Was hängen bleibt #2

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Susan Philipsz ‚part file score‘, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin

2014

‚Le temps fuit et sans retour
Emporte nos tendresses
Loin de cet heureux séjour
Le temps fuit sans retour‘

Wie wunderbar das ist, Sonntags zufällig genau dann unter der Torminbrücke in Münster zu stehen, wenn Susan Philipsz‘ Stimme im Wechsel der Ufer, im Duett, erklingt und dieses wunderbare, sehnsüchtige, zarte, verzweifelte Lied aus ‚Hoffmanns Erzählungen‘ von Jaques Offenbach singt. Das ist Susan Philipsz‘ Beitrag für die Skulptur Projekte Münster 2007 gewesen und meine erste Begegnung mit dem Werk der Künstlerin, einer Klangkünstlerin. 2010 hat Philipsz mit ihrer künstlerischen Arbeit den Turner Preis gewonnen.

Die Ausstellung, zu der dieses Plakat erschien, fand 2014 in der Historischen Halle des Hamburger Bahnhofs in Berlin statt.

Die Musik, die aus den 24 Lautsprechern an den 24 Säulen der Halle erklingt, erzählt in ihrer Abfolge, in der Idee von Komposition und Trennung, von der Geschichte des Ortes als Ort von Ankunft und Abreise, von Heimat, Heimatverlust, Exil, Verbannung und von der Hoffnung auf Rückkehr. Susan Philipsz macht den Ort zu einem Denkmal, auch und vor allem für Leben und Werk des Komponisten Hanns Eisler.

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