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„Otto Piene. Licht“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster

Otto Piene im LWL-Museum für Kunst und Kultur, 2013. Foto: LWL/Neander

Otto Piene im LWL-Museum für Kunst und Kultur, 2013.
Foto: LWL/Neander

„Light cure

That many people flock to southern beaches for recreation illustrates man’s need of light for his health. Light art has much to do with that therapy in which light enters through the eyes into man’s spirit. The application of a dose of light art may help restrict the use of drugs. (…)“ (Otto Piene, More Sky, 1970/2014)

Licht ist Leben und Lebenselixier. Es durchdringt jeden freien Raum und gestaltet ihn, kennt keine Grenze, ist reine Energie, Welle und Teilchen, vertreibt und belebt die Dunkelheit, ist rein, ist Farbe.

Die Ausstellung Otto Piene. Licht im LWL-Museum für Kunst und Kultur öffnet die Welten des Lichts und die Lichtwelten Pienes in sechs Räumen, sein Werk von den 50er Jahren bis kurz vor seinem Tod umspannend. Sie zeigt ihn als Maler und Objektkünstler, vereint in der lebenslangen Aufgabe die Wirkung des kosmischen Lichtes einzufangen und darzustellen.

In ihrer Raumaufteilung folgt die Ausstellung dabei nicht chronologischen Zwängen, sondern widmet jeden Raum einem Themenfeld in der Auseinandersetzung Pienes mit der Kraft, Substanz, Flüchtigkeit, Erfahrbarkeit und den Ausdrucksmöglichkeiten von und mit Licht.

Otto Piene, HellGelbHell, 1958, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster. Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, HellGelbHell, 1958, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster.
Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Schon die Begrüßung ist begeisternde, pure Strahlkraft: „SolŒil“ (1958) und „Hell Gelb Hell“ (1958), wie auch „Reines Licht“ (1959) machen Farbe zu Licht und aus Licht Farbe. Die frühen wie die späten Werke in diesem Raum widmen sich der „Bewegung und Vibration“ von Licht. Licht ist in ihnen durch und in Farbe gebannte Energie, folgt einem Rhythmus, einer Frequenz, ist – in Pienes Worten – statische Dynamik. Und Licht ist Material. Das Licht von Kerzen erzeugt Ruß, und Piene bannt ihn, wie er Licht in seiner Form als Farbpigment auf Leinwand und Keramik, oder als Welle auf lichtempfindlichem Papier bannt.

Besonders die späte Keramikgruppe „Hexagon Exterior. The Splendor of Golden Walls 1 – 6“ (2007) fasziniert durch die in Ton gebannte und durch die Beleuchtung verstärkte Wirkung eines Lichtrasters mit der Dynamik der Lichtreflexe auf z.B. einer Wasseroberfläche bei Sonnenuntergang: Fläche und Licht vibrieren und bewegen sich, Punkte verbinden sich und trennen sich wieder.

Naturwunder, Optimismus, liberale Gesellschaft. Otto Piene hat Licht mit zahlreichen Attributen aufgeladen und durch sein Werk zur Wirkung gebracht. Schon die frühen Werke, die in ihrer Ausdrucksform noch eher an die klassische Moderne erinnern, wie „Lichteinfall“ (1956) oder „Submarine“ (1956), zeugen von der Kraft von Licht in der Dunkelheit und davon, wie sehr wir Menschen zum Licht streben.

Otto Piene, Electric Rose, 1965, MIT List Visual Arts Center, Cambridge, Massachusetts. Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, Electric Rose, 1965, MIT List Visual Arts Center, Cambridge, Massachusetts.
Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Der Raum „Licht und Farbe“ erzählt mit seinen Bildern und mit der wunderbaren „Electric Rose“ (1965) von der Kraft des Lichtes, ein Symbol zu sein. Wie Regenbögen als Naturwunder die Brechung des Lichtes in Tropfen sind, so sind sie auch Symbol für Frieden und für Piene Metapher für eine liberale Gesellschaft.

Otto Piene, PARIS, 1969-70, aus der Mappe P A X, Edition Rottloff, Karlsruhe, Deutschland, LWL-Museum für Kunst und Kultur. Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, PARIS, 1969-70, aus der Mappe P A X, Edition Rottloff, Karlsruhe, Deutschland, LWL-Museum für Kunst und Kultur.
Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Bei aller Fragilität die ihnen durch die Flüchtigkeit ihrer Voraussetzungen innewohnt, sind sie ein starkes und und übergreifendes Zeichen: Die Siebdrucke der Serie „PAX“ (1969/70) zeigen Regenbögen quasi als Friedenssymbole über Städten wie Moskau, New York, Rom oder Paris.

Um Licht geniessen zu können, braucht es die Dunkelheit. Licht existiert nur durch den Kontrast dazu. Die Lichträume von Otto Piene sind der Beweis dafür. Wie Geister die Welt der Dunkelheit bevölkern, sind die Lichtgeister nur denkbar in einer dunklen Umgebung.

Otto Piene, Blaue Lichtgeister, 1966/2014, Privatbesitz. Foto: TEMOCA, Teheran, Mahnaz Sahaf © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, Blaue Lichtgeister, 1966/2014, Privatbesitz.
Foto: TEMOCA, Teheran, Mahnaz Sahaf © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Die Ausstellung in Münster präsentiert mit „Blaue Lichtgeister“ (2014) das Ergebnis eines langwierigen Prozesses in der Auseinandersetzung mit Material, Licht und Farbe, an dessen Ende Piene erst kurz vor seinem Tod mit eben diesen Objekten oder Gestalten, seiner Reihe von Weissen Lichtgeistern diese besonderen „Wesen“ hinzufügen konnte.

Tänze, Ballette – Otto Pienes Lichtplastiken bringen Licht in Bewegung und zaubern geisterhaft wunderbare Effekte an die Wände. In der Dauerausstellung des Museums ist mit Eröffnung des Neubaus bereits der Lichtraum „Geschichte des Feuers (1968/71) zu sehen, der jetzt in der Anbindung an die Sonderausstellung endlich die gebührende Aufmerksamkeit erfahren wird.

Otto Piene, Geschichte des Feuers, 1968/71, LWL-Museum für Kunst und Kultur. Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, Geschichte des Feuers, 1968/71, LWL-Museum für Kunst und Kultur.
Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Im Lichtraum der Sonderausstellung, zusätzlich von Aussen durch die perforierten Wände bewegt beleuchtet, bahnt sich Licht seinen Weg durch die Raster sich drehender Scheiben, Kugeln und Lichtkuben. Die Lichtspiele erfüllen den dunklen Raum mit einem Sternenmeer, Kometenspuren, Planetenbahnen, Galaxien aus Licht. Ein meditativer Ort, an dem man verweilen möchte.

Otto Pienes Werk hat den öffentlichen Raum geprägt. Mal waren die Arbeiten temporär, wie der Olympia Regenbogen als Sky-Art Event zum Abschluss der Olympischen Spiele in München 1972, der als sichtbares Symbol für Freiheit und Frieden und gegen den erlebten Terror während der Spiele ein starkes Zeichen setzte. Viele der Arbeiten sind aber dauerhaft verbunden mit ihrem Präsentationsort. „Licht und Bewegung“ (1966) an der Fassade eines Kölner Kaufhauses ist ein Beispiel.

Otto Piene, Silberne Frequenz, 1972/2014, LWL-Museum für Kunst und Kultur. Foto: LWL/Neander

Otto Piene, Silberne Frequenz, 1972/2014, LWL-Museum für Kunst und Kultur.
Foto: LWL/Neander

Für Münster bedeutend und prägend ist die „Silberne Frequenz“ an der Fassade des LWL-Museums. Sie hat diese Fassade bereits am ehemaligen Neubau geprägt, freilich deutlich ausladender in beide Richtungen um die Südwestecke des Gebäudes. In der Ausstellung wird die Entstehungsgeschichte des Werkes von 1970/71 dokumentiert und ein Blick auf die Veränderungen bei der Neugestaltung 2014 geworfen. Interessant ist dabei der Blick in die Skizzenbücher Pienes, in denen er zunächst einen deutlich ausgedehnteren Verlauf der Lichtplastik und den Einsatz farbiger LED einplante.

Otto Piene, Silberne Frequenz (Detail), 1972/2014, LWL-Museum für Kunst und Kultur. Foto: LWL/Neander

Otto Piene, Silberne Frequenz (Detail), 1972/2014, LWL-Museum für Kunst und Kultur.
Foto: LWL/Neander

Heute spiegelt sich das weisse Licht der LED in den 406 Edelstahlkugeln, bevor es von der Sandsteinwand reflektiert und sichtbar wird. Die Lichtbilder sind dank modernerer Programmiermöglichkeiten nun deutlich ausgefallener, abwechslungsreicher und können umprogrammiert und verändert werden.

In den Skizzenbüchern ist an keiner Stelle ein LWL Logo innerhalb der Silbernen Frequenz zu entdecken. Otto Piene scheint diesen Vorschlag erst zu einem späteren Zeitpunkt gemacht zu haben. Eingedenk der Tatsache, dass man zunächst eine komplette Entfernung des Werkes ohne Neugestaltung in Betracht gezogen hatte, wovon Piene zurecht schockiert war und sogleich den Kampf für einen Erhalt der Frequenz aufnahm, ist diese Generosität gegenüber dem LWL kaum nachvollziehbar. Wie es auch gewesen sein mag: den Verantwortlichen von dieser Seite wäre sicher kein Zacken aus der Krone gebrochen, hätten sie Pienes Vorschlag dankend abgelehnt.

Otto Piene, Sterntaler, 1979, Sammlung Ströher, Darmstadt. Foto: Fotostudio Udo Schäfer, Mühltal © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, Sterntaler, 1979, Sammlung Ströher, Darmstadt.
Foto: Fotostudio Udo Schäfer, Mühltal © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Der Raum Kosmos und Strahlung besticht durch die Präsentation zweier großformatiger Öl/Feuer-Bilder und des Lichtobjektes „Corona Borealis“.

Die Gemälde „Sky Writing“ (1993) und „75,95,97“ (1975/1995/1997) wirken dabei wie große Abzüge von Fotografien, die das Hubble-Teleskop im All von Sternhaufen, Nebeln, Galaxien, Supernovae gemacht hat. Das Feuer, dass es zu ihrer Herstellung benötigte und die Kraft des Feuers, die Sonnen und Galaxien am Leben hält, vereinen sich in diesen Gemälden zu einer beeindruckenden Leuchtkraft.

Wie in der gesamten Ausstellung gilt auch in diesem Raum und speziell bei diesen Bildern: das Ausstellungsteam hat nicht nur im Ausstellungsbau, sondern vor allem in der Beleuchtung der einzelnen Bilder und Objekte großartige Arbeit geleistet!

Otto Piene, Corona Borealis, 1965, Courtesy ZERO foundation. Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, Corona Borealis, 1965, Courtesy ZERO foundation.
Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Wie die Lichtskulptur, so wird das Sternbild „Corona Borealis“ (Nördliche Krone) durch seine Veränderlichkeit geprägt. Sind es beim Sternbild zwei markante, sogenannte veränderliche Sterne, die in ihrer Leuchtkraft stark schwanken, so ist das Wechselspiel des Lichtes der Skulptur prägend für die Lichteindrücke in diesem Raum. Die Schaltung der Glühbirnen folgt einem festen Rhythmus von vollkommener Dunkelheit bis zu extremer Strahlkraft.

Im letzten Raum schwebt ein schwarzer Fixstern wie das dunkle Zentrum einer Galaxie. Aus seinen Zacken tritt unsichtbar Laserlicht aus und trifft auf Kristallkugeln unter der Decke, die das Licht bündeln und als rote Punkte und Streifen sichtbar werden lassen.

Otto Piene, Black Star, 1972, Privatbesitz. Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Otto Piene, Black Star, 1972, Privatbesitz.
Foto: LWL/Neander © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Der „Black Star“ (1992) – seit den 1990er Jahren nicht mehr ausgestellt – vereint mit dem künstlich erzeugten Licht seiner Laser, gebrochen und sichtbar gemacht durch die Naturkristalle die ureigenste Idee Otto Pienes für seine Kunst: das Verhältnis von Natur und Technik. Hier zeigt sich in diesem wuchtigen und doch in seinem Schwebezustand filigranen Objekt die Experimentierfreudigkeit des Künstlers, sein Streben nach einer Versöhnung, einer Verständigung, einem Zusammenspiel von Natur und Technik und der Wunsch durch Licht in all seinen erfahrbaren Facetten Emotionen zu wecken und zu heilen.

WP_20150611_22_36_21_Pro (2)Im Patio des Museums läuft als Projektion für die Dauer der Ausstellung und immer mit Einbruch der Dunkelheit eine faszinierende Filmdokumentation zu Arbeit und Werk von Otto Piene, die sowohl Ausstellungssituationen zeigt, als auch den Aufbau und die Durchführung von Sky-Art Events und Arbeiten im öffentlichen Raum dokumentiert. Sie zeigt die Spielfreude und lebendige Auseinandersetzung mit den Elementen und auch die Überraschung und Begeisterung der Zuschauer bei der Durchführung zahlreicher Aktionen.

Die Dokumentation ist speziell für diese Ausstellung konzipiert und aus dem existierenden Filmmaterial zur Arbeit Otto Pienes genial zusammengefügt worden. Sie ist in Qualität und Inhalt eine mehr als lohnenswerte Ergänzung zum Besuch der Räume.

Das Werk Otto Pienes begeistert mich in seinem Facettenreichtum und in seiner Ausdruckskraft. Ich kann seinen Arbeiten nicht emotionslos begegnen, sie sind stets eine Bereicherung, seien es seine Lichtskulpturen im öffentlichen Raum oder zuletzt die präsentierten Werke im Rahmen der großen und großartigen ZERO-Retrospektive im Gropius-Bau.

Westfälische Luftspirale, 1974, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Foto: Dieter Halemba

Westfälische Luftspirale, 1974, Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte.
Foto: Dieter Halemba

Diese Ausstellung in Münster ist aber etwas besonders: nicht nur findet sie an einer Stätte langjähriger Verbundenheit zum Künstler statt und in seiner Heimatregion. Sie ist vor allem in ihrer Konzeption durch die Themenräume und mit ihrem Fokus auf Licht und Lichtwirkung in den Objekten und Gemälden ein einmaliges Erlebnis. Die Pionierarbeit Pienes in der Auseinandersetzung mit technischen Aspekten zur Darstellung von Lichtphänomenen fasziniert jedes Mal neu und zeigt die unglaubliche Modernität seiner Arbeit und – vor allem ja auch an den Veränderungen der Silbernen Frequenz – seinen Wusch nach Fortschritt und Flexibilität. Münster, die Region, alle Kunstinteressierten dürfen sich glücklich schätzen, auch dank der jahrelangen freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Museumsdirektor und Künstler, eine solche Ausstellung geboten zu bekommen. Ich würde mir wünschen, wenn im Anschluss einige der gezeigten Werke, die sich im Besitz des Museums befinden, auch ihren Weg in die Dauerausstellung schaffen. Sie haben es verdient!

Otto Piene und Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold im Gespräch über die Lichtinstallation

Otto Piene und Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold im Gespräch über die Lichtinstallation „Silberne Frequenz“ an der Fassade des Neubaus am 29. Mai 2012
Foto: LWL/Neander

Dass Lichtkunst nicht notwendigerweise Licht im Ausdruck durch Glühlampen oder LED notwendig macht zeigen Otto Pienes Gemälde.

Dass man aber beides – also Lichtobjekte und Lichtgemälde – sehr wohl in Perfektion zu Papier bringen und dokumentieren kann, zeigt der großartige Katalog, der zur Ausstellung im Kerber Verlag erschienen ist.

Neben den sehr hilfreichen, einführenden wie vertiefenden Essays der Kuratoren zur Ausstellung und zu einzelnen Aspekten des Werkes wie der Silbernen Frequenz, den Lichtballetten, neben dem Gespräch mit Elizabeth Goldring Piene und einem Essay zu den Rasterbildern, besticht der Katalog vor allem durch die ausserordentliche Qualität der Bildstrecken.

Auf über 200 Seiten, zwischen den Essays und einem ausführlichen Lebenslauf, sowie einer sinnvollen Bibliographie im Anhang und aufgeteilt in die Raumkapitel der Ausstellung, werden die Gemälde und Grafiken in 240 Abbildungen dabei bald seitenfüllend abgebildet und die Farbkraft im Druck gibt einen wunderbaren Eindruck von der Kraft der Farben der Originale.

Für die Darstellung der Lichtobjekte „Electric Rose“ und „Corona Borealis“ werden neben der Gesamtansicht Sequenzbilder gezeigt, die einen guten Eindruck von der „Bewegung“ dieser Objekte vermitteln. Das Kapitel zu den Lichträumen dokumentiert mit den Ausstellungsansichten in anderen Museen auch die Flexibilität im Werk Pienes. Vor allem im Kapitel zu den Arbeiten im öffentlichen Raum vermittelt der Katalog durch die abgedruckten Bilddokumente der Ausstellung (Ausstellungsfotos, Skizzenbuch, Plakate etc.) einen kompakten und erhellenden Eindruck vom umfassenden und mehrere Jahrzehnte umspannenden Werk Pienes.

Zwischen den Werkabbildungen finden sich immer wieder auch ganzseitige Bildausschnitte, Dokumentarfotografien und Zitate von Otto Piene sowie zum Abschluss eine Bildreihe, die die Aufbauarbeiten der Ausstellung dokumentiert.

Der Katalog im Layout lässt den Werken Pienes den gebotenen Platz. Die Farben, das Licht, die Objekte und Gemälde von Otto Piene benötigen diesen Platz und der Betrachter wird ihn, wie in der Ausstellung so auch im Katalog, sehr zu schätzen wissen. Den Katalogmachern ist zu danken, dass sie nicht versucht haben einzuengen, zu drängen, zu beschneiden. Sie folgen der Kraft von Licht in seiner Freiheit, Räume zu erobern.

Der Katalog zu Otto Piene.Licht bietet die Chance, die Eindrücke einer großartigen Ausstellung mitzunehmen und zu teilen, vor allem aber sich lange daran erinnern zu können.

PieneKatalog

Die Museumsausgabe ist zu 32€ in der Buchhandlung Walther König im Museum zu bekommen, ich empfehle aber dringend die gebundene Buchhandelsausgabe für 39,95€, deren fester Einband ein versprochen deutlicher Qualitätsgewinn ist!

Otto Piene. Licht, Kerber Verlag, ISBN 978-3-7356-0117-9 (Buchhandelsausgabe), ISBN 978-3-7356-0147-6 (Museumsausgabe), www.kerberverlag.com

Die Ausstellung „Otto Piene. Licht“ läuft bis zum 20.9.2015 im LWL-Museum für Kunst und Kultur, Di. – So. 10 – 18 Uhr, jeden 2. Freitag im Monat bis 22 Uhr

Während der Ausstellungszeit wird es 3 Lichtnächte mit einem speziellen Programm geben. mehr Infos hier: Lichtnächte

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